»Ich liebe Zölle«

»Ich liebe Zölle«

Nun ist auch die weltweite Brauwirtschaft von der Trump’schen Liebe zu Zöllen betroffen. 

25 Prozent

Die US-Regierung unter Präsident Trump hat angekündigt, ab morgen, 4. April einen Zoll von 25 Prozent auf alle importierten Bierdosen sowie leere Aluminiumdosen zu erheben – unabhängig vom Herkunftsland.

Diese Maßnahme ist Teil einer erweiterten Aluminiumzollregelung, die ursprünglich im Februar veröffentlicht wurde. Zusätzlich stellte Trump weitere Zölle von 10 % auf alle Importe und 20 % speziell auf EU-Waren in Aussicht, wobei unklar bleibt, ob diese zusätzlich gelten und wie genau Flaschen- und Fassbier betroffen sein werden.

Datenlage zum Bierimport

Laut aktuellen Daten machen Dosen 38,5 % der Bierimporte aus, Flaschen 56,4 % und Fassbier 5,1 %. Hauptbetroffen von den neuen Zöllen ist das Unternehmen Constellation Brands, das für den größten Anteil an importiertem Bier verantwortlich ist. Auch andere große Importeure wie Heineken und Diageo müssen sich auf spürbare Auswirkungen einstellen.

Bierimporte in die USA hatten 2024 einen Gesamtwert von über 7,5 Milliarden Dollar – allein Mexiko lieferte Ware im Wert von 6,3 Milliarden Dollar. Zwar könnten die Zölle den Wettbewerb zugunsten amerikanischer Brauereien verschieben, aber auch sie müssen mit steigenden Aluminiumkosten rechnen. Auch Wein und Spirituosen könnten künftig betroffen sein.

Auswirkungen 

Offen bleibt, ob Importeure die Zölle selbst tragen oder die Kosten an die Konsumenten weitergeben werden – und wie sich das insgesamt auf den Markt auswirken wird. Spannend bleibt auch, wie viel Ware bereits im Vorfeld in die USA gebracht wurde und welche Reaktionen (z. B. Vergeltungszölle) von internationalen Partnern zu erwarten sind.

 

Quelle: Brewers Association
Foto: BeerTasting & KI

Kommentare

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Bärenquell • vor 6 Stunden
Ich verstehe nicht ganz: importieren die USA die leeren Aludosen?
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Hessischer Trunkenbold • vor 8 Stunden
Deshalb: Saufen gegen Faschos🚩🏴
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hauckke • vor 17 Stunden
Das Handelsdefizit mit der Schweiz ist noch höher, weshalb die aus der Schweiz importierte Ware sogar generell mit 31% belegt wird, was den Ländern der EU sogar einen Vorteil gegenüber der Schweiz schafft. Betrifft bei uns aber die Brauwirtschaft kaum, der Export in die USA ist eher minim. Was wird passieren? Sieger wird es in diesem Handelskrieg auf jeden Fall nicht geben: Die Preise in den USA werden mit Sicherheit steigen, was das Budget der Mittel- und Unterschicht weiter belasten wird. Gleichzeitig steuert die USA in eine gröbere Rezession. Auch die Börsen werden negativ reagieren. Aber nicht nur die USA wird natürlich darunter leiden. Jetzt heisst es für alle betroffenen Länder geschlossen darauf zu reagieren, um diesem Zollwahnsinn ein Ende zu setzen!
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Max (BeerTasting) • vor 18 Stunden
Eine weitere Frechheit des orangenen Irren...
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hauckke • vor 12 Stunden
Ein Irrer, der (leider) demokratisch gewählt wurde...
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Pedro R. • vor 18 Stunden
Scheinbar haben grosse Birauereikonzerne ihre Lager in den USA ordentlich aufgefüllt im letzten Monat. Die kleinen Brauereien wird es jetzt voll erwischen. Welcher Lieferant soll bitte diese Zölle selber übernehmen. Dies muss wohl 1:1 dem Kunden weitergegeben werden.
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